„Warte, warte noch ein Weilchen…“ – Tanz den Serienkillerswing

Mörder von 24 Jungen Friedrich „Fritz“ Heinrich Karl Haarmann im Jahr 1924 (Quelle: Wikipedia)
Mörder von 24 Jungen Friedrich „Fritz“ Heinrich Karl Haarmann im Jahr 1924 (Quelle: Wikipedia)

Manchmal stößt man in den quasi unendlichen Weiten des Internets auf besonders seltsame und stellenweise auch sehr verstörende Dinge.

Dazu gehört sicherlich auch, wenn ein damaliger Hit, heute würde man es Pop-Song nennen, so umgedichtet wird, dass der Text die Machenschaften eines Mannes beschreibt, der wegen Mordes 24 Jungen im Alter von 10 bis 22 Jahren verurteilt und hingerichtet wurde.

Da daraus irgendwann eine Jazz-Version wird, die es in die deutschen Charts schafft, sind das für Arne genug Gründe um darüber hier zu schreiben.

Es geht um den Fall von Friedrich Heinrich Karl Haarmann, der zwischen 1918 und 1924 24 Jungen und junge Männer getötet, zerstückelt, teilweise verbrannt und teilweise in dem Fluß „Leine“ entsorgt haben soll.

Das dies für einiges an Aufsehen gesorgt hat, ist wohl selbstverständlich. Erst recht, wenn neben den eh schon schockierenden Fakten ein Verdacht wie dieser aufkommt:

Da Haarmann mit Fleischkonserven handelte, wurde spekuliert, dass er die Leichen zu Wurst verarbeitet hätte. Haarmann hat sich zu dieser Frage nie konkret geäußert. Bekannt ist aber, dass seine Nachbarin ein Restaurant besaß und von ihm Fleisch gekauft hat.

(Quelle: Wikipedia)

Die gesamten Hintergründe findet man beim Fritz Haarmann-Artikel auf Wikipedia. Wer einen Faible für morbide Begebenheiten hat, sollte sich den mal in aller Ruhe durchlesen. Außerdem gibt es auf Hörspielprojekt.de Haarmanns Geschichte als Hörspiel.

Was für uns nun aber besonders erstaunlich ist, ist folgendes:

Ein besonders populärer Song zu dieser Zeit war das Lied „Warte nur ein Weilchen“ von Ina Broscow und Rudolf Scherfling.

Einige kreative aber vielleicht etwas makabere Geister ersannen auf dieses Lied einen Text, der das Leben und die Taten von Haarmann beschreibt. Um sich bewusst zu machen, was das eigentlich bedeutet, stelle man sich vor, heutzutage würde jemand einen Text über Osama bin Laden auf die Melodie von Lady Gaga oder ähnlichen „Musikern“ schreiben.

Zugegeben: Wenn man bei YouTube und Konsorten lange genug sucht, findet man bestimmt auch sowas. Dabei muss man allerdings bedenken, dass der Text in den 20er Jahren entstand. Also vor ca. 90 Jahren.

Was das Ganze noch etwas skurriler macht ist allerdings, dass 1961 der Musiker Hawe Schneider mit seinen Spree City Stompers eine Jazzversion des Songs aufnahm und sich damit mehrere Wochen in den deutschen Charts hielt!

Hier der Text zum Mitsingen:

(1. und 3. Strophe)

„Warte, warte nur ein Weilchen,
bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen,
macht er Hackefleisch aus dir.
Aus den Augen macht er Sülze,
aus dem Hintern macht er Speck,
aus den Därmen macht er Würste
und den Rest, den schmeißt er weg.“

(2. Strophe)

In Hannover an der Leine,
Rote Reihe Nummer 8,
wohnt der Massenmörder Haarmann,
der schon manchen umgebracht.
Haarmann hat auch ein‘ Gehilfen,
Grans hieß dieser junge Mann.
Dieser lockte mit Behagen
alle kleinen Jungen an.

(Zurück zur ersten Strophe; danach Schluss.)

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